Wortwahl
Leerformeln
Eine Leerformel ließe sich unverändert in einen Text über ein anderes Thema verschieben. Wir streichen sie und setzen den Fakt an ihre Stelle.
Definition
Eine Leerformel ist ein Satz, der sich ohne Änderung in einen Text über ein ganz anderes Thema verschieben ließe. Eine Leerformel erzeugt Stimmung oder Zustimmung und lässt die Leserin ohne Information zurück.
Prüffrage
Würde der Satz unverändert auch in einem Text über Tee, Wein oder Schokolade stehen können? Dann ist er eine Leerformel.
Warum wir das ändern
Im Rohtext von Folge 2 stehen vier Sätze, die genauso gut über Tee oder Wein sprechen könnten, darunter die Eröffnungsfrage nach dem Duft am Morgen und das Versprechen am Schluss. Zwischen ihnen lagen die eigentlichen Fakten wie die vier Ursachen für schalen Kaffee, die ätherischen Öle und der Kühlschrank. Wir haben die austauschbaren Sätze gestrichen und die Fakten nach vorn geholt. Wer aus der Suche kommt, liest im ersten Satz, woran es liegt, und im letzten, was er tun kann.
Beispiel aus Folge 02
So schmeckt deine nächste Tasse garantiert wieder wie frisch geröstet!
Kauf lieber kleine Mengen.
Verwandte Regeln
- Adjektivketten
Wenn drei Adjektive vor einem Nomen stehen, bleibt beim Lesen keines hängen. Wir behalten das eine, das sich prüfen lässt, etwa die Farbe der Glasur.
- Anredewechsel
Wenn ein Text mit „liebe Freunde“ grüßt und im nächsten Satz „dich“ sagt, wechselt die Anrede. Wir halten Zahl und Form in Anrede, Text und Gruß gleich.
- Bildbrüche
Ein Bildbruch reiht Bilder aus verschiedenen Welten aneinander, etwa Herz, Rücken und Dschungel. Wir streichen sie und schreiben aus, was gemeint ist.
