Wortwahl
Doppeldeutigkeit
Sätze mit zwei Lesarten, weil ein Wort im Alltag etwas anderes meint als in der Fachsprache. Wir nennen die Sache eindeutig.
Definition
Sätze, Wörter und Wendungen, die sich auf zwei Arten lesen lassen, weil ein Wort im Alltag etwas anderes bedeutet als in der Fachsprache oder weil unklar bleibt, worauf es sich bezieht. Wir ersetzen sie durch eine eindeutige Angabe. Feste Fachformeln, die wir nicht ersetzen können, erklären wir neben dem Text.
Prüffrage
Wir fragen zwei Menschen mit unterschiedlichem Vorwissen, was der Satz sagt. Nennen beide dasselbe, bleibt er, sonst nennen wir die Sache selbst.
Warum wir das ändern
Das Zeugnis zu Folge 18 trifft die Note, die wir vorgegeben haben. Es enthält aber „im Wesentlichen folgende Tätigkeiten“, „Selbstständige Pflege, Umsetzung und Überwachung“ und einen Satz, der Pünktlichkeit zu einem Grund für Beliebtheit macht. Im Redigat steht für jede Aussage nur eine Lesart. Die Notenformel bleibt, wird aber im Hinweis erklärt.
Beispiel aus Folge 18
umfasst im Wesentlichen folgende Tätigkeiten
Ihre Aufgaben sind die Assistenz am Behandlungsstuhl, die Abrechnung und die Pflege des Hygieneplans.
Verwandte Regeln
- Adjektivketten
Wenn drei Adjektive vor einem Nomen stehen, bleibt beim Lesen keines hängen. Wir behalten das eine, das sich prüfen lässt, etwa die Farbe der Glasur.
- Anredewechsel
Wenn ein Text mit „liebe Freunde“ grüßt und im nächsten Satz „dich“ sagt, wechselt die Anrede. Wir halten Zahl und Form in Anrede, Text und Gruß gleich.
- Beschönigung
Wörter wie Anpassung, moderat und notwendiger Schritt für eine schlechte Nachricht. Wir nennen die Erhöhung beim Namen.
